Sprachklang-Memory

Der Klang der Sprachen

Fast immer dient Sprache der Verständigung, sie hat einen kommunikativen Zweck. Meist sprechen wir in unserer eigenen Sprache, manchmal in einer Fremdsprache – und damit wir uns verstehen, müssen wir eine gemeinsame Sprache finden. Für die Ausstellung ‚Welt der Sprachen’ in der Humboldt-Box haben wir mit dem Sprachklang-Memory ein interaktives Exponat und eine App realisiert, bei dem es einmal nicht um die Verständigung geht: Hier konzentrieren wir uns ganz auf den Klang der unterschiedlichen Sprachen.

Das Exponat – ein Memory zum Hinhören

Brasilianisches Portugiesisch, peruanisches Spanisch, Urdu, Russisch oder Kriol? Manchmal hören wir unterwegs neugierig hin, wenn eine fremde Sprache gesprochen wird und fragen uns, welche es wohl ist. Diese Neugier kann beim Sprachklang-Memory spielerisch ausgelebt werden. Neun Kartenpaare gilt es nach dem Memoryprinzip auf dem Touchscreen zu finden. Tippt man eine Karte an, wird ein Satz in einer Sprache abgespielt. Nun muss nur noch die passende Karte aufgedeckt werden, auf der eine andere Person dieselbe Sprache spricht. Ist das Paar gefunden, erzählen die Personen, die übrigens alle in Berlin leben, in kurzen Skype-Interviews etwas über ihre Sprache und ihren kulturellen Hintergrund. Weitere Zahlen und Fakten, beispielsweise wie häufig oder in welchen Ländern die Sprache gesprochen wird, liefert ein Infofeld.

Ist ein Memory-Paar gefunden, erzählen die Personen, die übrigens alle in Berlin leben, in kurzen Skype-Interviews etwas über ihre Sprache und ihren kulturellen Hintergrund.
Weitere Zahlen und Fakten, beispielsweise wie häufig oder in welchen Ländern die Sprache gesprochen wird, liefert ein Infofeld.

Die App – mobil, interaktiv und partizipativ

Der Spieldauer in der Ausstellung sind gewisse Grenzen gesetzt, deshalb haben wir uns beim Exponat auf neun Kartenpaare beschränkt. Die mobile App, die für iPhones im Appstore erhältlich ist, bietet sehr viel mehr Möglichkeiten, den eigenen (sprachlichen) Horizont spielerisch zu erweitern. Die Spieler können drei Schwierigkeitsstufen wählen und vor allem selbst mitmachen und eigene Karten – als user generated content – aufnehmen. Wenn zwei Sprecher derselben Sprache ihre Sätze aufgenommen haben, können sie zu Sprachpartnern werden. Nach einer kurzen redaktionellen Prüfung erscheinen ihre Sätze in der App oder auch auf dem Exponat. Und hier wird es dann auch wieder kommunikativ: Alle Sprecherinnen und Sprecher können sich untereinander vernetzen und miteinander in Kommunikation treten.

Leistungen

Konzeption und Szenografie

  • Inhalte-Entwicklung und Ausstellungskonzeption
  • Medienkonzeption und Storyboarding
  • Entwicklung interaktiver Exponate

Gestaltung und Planung

  • Planung Ausstellungsmöbel

Realisierung

  • Screendesign & Videoproduktion für Exponat & App
  • Ausschreibung & Vergabe für Möbelbau & Programmierung
  • Produktionsüberwachung & Kostenmanagement
  • Content-Management

Projektinfo

  • Auftraggeber: Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)
  • Ausführungszeitraum: 07/2014 – 02/2015

Ansprechpartner

Bernhard Kehrer

Geschäftsführung